Professionelle Entwicklung von Management- und Führungskompetenzen

Teamfähigkeit und Teamgeist

Neu: Testen Sie Ihre Teamfähigkeiten (welche Rolle Sie im Team bevorzugen). Folgen sie bitte diesem Link Teamfähigkeit und Teamgeist". Dieser Test macht das sonst schwer fassbare „Gespür“ für die richtige" Führung von Hochleistungsteams sichtbar". 

Was ist Teamgeist? Ein Team kann nur dann überzeugende Leistungen bringen, wenn jedes Mitglied die Stärken einbringt, die zu den Stärken und Aufgaben der andern Mitglieder passen. So wird eine Fußballmannschaft mit 11 Stürmern niemals die gleiche Leistung erzielen wie ein Team, in dem jeder Spieler seine spezifische Aufgabe übernimmt, die auch seiner Stärke entspricht  (Torwart, Stürmer, Verteidiger etc.). In der Praxis werden Teams sehr häufig nur nach fachlichen oder sachlichen Gesichtspunkten zusammengestellt. Wie steht es aber mit Stärken und Schwächen in Bezug auf die spezifischen Aufgaben (Rollen)?

Eine Erfahrungsregel besagt, dass die meisten Teams nicht an der sachlichen Aufgabe scheitern, sondern am Verhalten einiger Mitglieder, das mit den anderen nicht "kompatibel" ist. Daher ist es notwendig vorher zu klären, wie gut eine Person von seinem typischen Verhalten her in das Team passen wird. Als Entscheidungshilfe kann man eine Einschätzung der Verhaltensgewohnheiten und der spezifischen Beiträge zum Teamerfolg durchführen. dafür haben wir verschiedene Diagnose-Instrumente entwickelt. 

Besonders hilfreich und wirksam ist ein (modifiziertes) 360-Grad-Feedback bei der Zusammensetzung und Optimierung der Teamarbeit. Dabei ist der Vergleich von Selbst- und Fremdbild sehr aufschlussreich und erklärt auf eine überzeugende Art, warum manche Teams nicht oder nur schlecht „funktionieren“ und andere überragende Leistungen vollbringen. Man vergleiche die Kosten eines ineffektiven Teams (in Manntagen) mit den Kosten für ein 360-Grad-feedback. Es öffnet die Augen dafür, was in einem Team tatsächlich geschieht.

Falls eine Zusammenstellung eines Teams nach rein fachlichen Kriterien nicht vermeidbar sein sollte, ist es dennoch sinnvoll, dass jedes Teammitglied seine typische Rolle kennt, um Ursachen für Spannungen oder Fehlentscheidungen frühzeitig zu erkennen. Noch besser ist es, wenn einzelne Teammitglieder so viel Flexibilität haben, auch andere (komplementäre) Rollen zu übernehmen.

In einem "idealen" (leistungsstarken) Team müssen die vier Grundfunktionen (Rollen) erfüllt sein. Dazu gehört (1.) die Veränderung/Anregung, (2.) der Zusammenhalt (Stabilisierung/Erhaltung) und (3.) die ergebnisorientierte Gestaltung und Umsetzung der Ziele. Jede dieser Rollen hat eine personen- und sachbezogene Ausprägung. Hinzu kommt der Kritiker (4.). Er hat sich auf das frühzeitige Erkennen und Bewerten von Lösungen, Verhaltensweisen und Entscheidungen spezialisiert. Er muss den Mut haben, sich unbeliebt zu machen, weil er die wichtige Aufgabe hat, Konsequenzen aus Veränderungen aus dem Umfeld für das Team zu "übersetzen". Jede dieser Rollen wird in unserem Testverfahren wiederum durch sieben konkrete Verhaltensbeschreibungen operationalisiert. Dieses Konzept hat die NASA entwickelt; es wird auch in der Pilotenausbildung eingesetzt.

Einen ersten Einblick mithilfe eines Selbsttests können Sie unter dem folgenden Link gewinnen: Test der Teamfähigkeit.